Camping Marina d'Aléria
Wir haben dieses Jahr vom 21.08. - 09.09.2011 (2 Erw./1Kind - 14 Jahre) erneut mit dem Zelt/Auto und Motorräder auf dem Campingplatz Marina d'Aleria verbracht und waren wiederum super zufrieden. Daher möchten wir uns mit unserer Kritik auf die wesentlichen Änderungen zu den bereits erfolgten Eintragungen beschränken.
- Die Santitäranlagen wurden teilw. saniert und sind ausreichend vorhanden. Wartezeiten in der "Hauptduschzeit" gab es kaum. Auch war immer ausreichend warmes Wasser zum Duschen vorhanden. Es gibt keine WC-Deckel, wie jedoch allgemein auf französischen Campingplätzen üblich.
- Kühlschränke, Kühlfächer und Fahrräder können gemietet werden.
- Es gab keine Stromprobleme und ausreichend Steckdosen
- Neben der Straße zum Meer wurde ein Fuß- und Radweg gebaut, auf dem in den frühen Morgenstunden manch Jogger unterwegs war.
- Der Strand ist gegenüber den vorherigen Jahren wieder breiter. Nach beiden Seiten können stundenlange Strandwanderungen unternommen werden, da direkt nach der Flussmündung ein Naturschutzgebiet angrenzt.
- Dieses Jahr gab es nur sehr wenig Hunde am Camping-Strand, die alle jedoch (meist) an der Leine gehalten wurden. Es gibt im Anschluss an den Stand des Campinplatzes ausreichend Auslaufmöglichkeiten.
FAZIT: Wer besonders viel Wert auf Animation legt, sollte einen größeren Campingplatz im Nachbarort besuchen. Wir schätzen diesen Campingplatz jedoch besonders aufgrund seiner zentralen Lage am Meer, seiner Sauberkeit (die WC-Sauberkeit würde sicherlich auch bei 5-maligem Putzen nicht besser sein - es kommt halt auf die Benutzer an!) und Freundlichkeit der Rezeptionsmitarbeiter. Wir halten ihn insbesondere auch für Motorradfahrer für einen idealen Ausgangspunkt (die Schranke wurde auch bereits vor 8 Uhr von der Nachtwache für uns geöffnet). Ausflüge in den Norden, Süden oder ins Landesinnere/Berge sind als längere oder kürzere Tagesouren ideal.
Kritik von Christine, Franziska und Rüdiger 11.09.2011
Wenn man im wenig beschaulichen Ort Cateraggio (Gemeinde ’Aléria) dicht an der Tavignano-Brücke auf die N200 meerseitig abbiegt, gelangt man nach etwa 3 km schnurgerader Strecke zum Campingplatz Marine d’Aléria.
Wer den Platz von früher her kennt, wird allerdings zweimal hinschauen müssen, denn es hat sich gewaltig etwas getan: Die alte Rezeption mit dem kleinen Parkplatz und die alte Zufahrt zum Platz gibt es nicht mehr, das alles wurde während eines Sturms im Winter 2008/2009 weggespült. Nur die Rezeption liegt noch schief und zertrümmert dicht am Strand. Dieser wurde durch den Sturm auch arg dezimiert und verschmälert, nur noch wenige Meter breit. Im Mai/Juni 2009 waren jedoch Arbeiten zur Stabilisierung und Wiederanschüttung des Strandes im Gange. Wie weit diese inzwischen gediehen sind, ist nicht bekannt.
Der Eingang zum Platz ist nun etwa 200 Meter zurück verlegt und völlig neu gestaltet. Die Rezeption, ein großer und schöner weißer Holzbau, empfängt den Gast neben einem riesigen Parkplatz in perfektem Deutsch. Offenbar ist der Platz unter komplett deutscher Leitung, so geht es auch in der Rezeption zu. Es ist deutlich die Bemühung zu größtmöglicher Perfektion zu spüren.
Der Platz selbst ist gigantisch: Er zieht sich am Ufer etwa einen Kilometer bis zur Mündung des Tavignano hin. Etwa die Hälfte des Platzes, nämlich die südliche, wird von Chaltes, Mobilhomes oder Bungalows (wie die Dinger auch immer heißen) eingenommen. Es gibt sie in linearer Aufstellung, in kreisförmiger Anordnung, mit individuellem Stellplatz für den Pkw, in unmittelbarer Strandnähe oder weiter hinten am Schilfwald, da dürfte kaum ein Wunsch offen bleiben. Der Bereich für Zelte, Wohnmobile und Caravans befindet sich in der nördlichen Hälfte des Platzes mit sonnigen Stellplätzen in Strandnähe und schattigeren unter Pinien weiter hinten. Den Stellplatz durfte man sich nach Wunsch aussuchen, war dann aber an ihn gebunden.
Stromanschlüsse sind überall reichlich vorhanden. Für Wohnmobile gibt es eine Ver- und Entsorgungsstation kurz nach der Rezeption an der Einfahrt zum Platz. Es gibt zwei identische Sanitär-Häuser: eines im Chalet-Bereich, eines bei den Stellplätzen. Die Häuser haben einen achtförmigen Grundriss mit je zwei blumenbepflanzten Innenhöfen, von denen aus die Sanitaires zugänglich sind. Es wird häufig die eine Hälfte abgesperrt und gereinigt, während die andere zugänglich bleibt, eine Stunde später entsprechend umgekehrt. Während es mit der Sauberkeit sehr gut bestellt ist, sind die Sanitaires selbst schon ein wenig ältlich: wackelnde Kloschüsseln, klapprige Duschen ohne Temperaturregelung und wütend zischende Wasserhähne, die nur mäßig warmes Wasser von sich geben. Die Techniker vor Ort geben sich dennoch alle Mühe und stellen entsprechenden Wünschen gemäß die Temperatur mal nach oben, dann wieder nach unten. Wie ich aber die Leitung des Platzes kenne, wird da wohl bald etwas geschehen, so sehr ist der Hang zur Perfektion erkennbar.
Es gibt ein Restaurant, einen Pizzabäcker, der auch auf den Platz ausliefert, einen Souvenir- und Zeitungsladen, ein Strandcafé und einen Minimarkt in kreisförmiger Anordnung schön am Strand gelegen. Das Restaurant ist recht ordentlich auch preislich, mit Sitzplätzen im Rondell. Richtig dicke wird’s aber im Minimarkt: 0,75 l Colomba für 4,40 €, im Supermarkt musste man dafür nur 2,75 € berappen! Sonst gibt es im Minimarkt alles Nötige: die wichtigsten Grundnahrungsmittel, Baguette und Croissants, Wein, Campinggas in den gängigsten französischen Behältnissen und Toilettenartikel. Einzig die Backwaren waren zu normalen Preisen zu bekommen. Weil der Junge, der den Laden geführt hat, das offenbar wusste und ich trotzdem oft gekommen bin, hat er mich oft nicht den ganzen Preis zahlen lassen und den ein oder anderen Schein wieder zurück geschoben. Wenn er nichts zu tun hatte, hat er sich mit seiner Gitarre vor den Laden gesetzt und herrliche Lieder gesungen: ein bisschen traurig und unglaublich schön, eben korsisch. Zudem gibt es unmittelbar am Campingplatz eine Tennisanlage, im Campingplatz eine Minigolfanlage.
Der nächste Supermarkt mit Bank, Tankstelle und was man sonst noch so braucht, befindet sich in Cateraggio. Leider muss man die 3 km an der N200 schnurgerade und in Knallhitze ohne jeden Schatten entlang laufen. Das kann dann schnell zur Tortur werden. Also habe ich nach zwei Versuchen dann doch wieder zum Einkaufen das Wohnmobil benutzt. In der Umgebung des Campingplatzes gibt es leider nur zwei Ausflugsziele, die sich wandernd erreichen lassen: das Museé Jerôme Carcopino im Fort Matra in Aléria mit antiken Ausgrabungsfeldern und die Wanderung zum Tour de Diane durch das Mare Satgno und zurück am Strand von Padulone entlang; das war es dann leider auch schon. Wer was erleben will, muss mit dem Auto die eher langweilige Ostküstenebene verlassen und zu den sehenswerten Orten zum Teil lange anfahren.
Das am Platz befindliche Publikum war Ende Mai/Anfang Juni zum allergrößten Teil deutschsprachig, je nach Ferienabfolge mal zumeist aus Bayern, dann Baden-Württemberg, viel Österreicher und auch Schweizer. Hunde durften frei herumlaufen. Das nordafrikanische Personal des Platzes war durchgehend sehr freundlich und zuvorkommend. Einer hat sogar am Ausgang des Platzes in einer Materialhütte aus Holz Kätzchen gezüchtet. Bei der Abfahrt dann wieder deutsche Gründlichkeit: Zahlung mit Kreditkarte möglich, eine anständige Rechnung wird präsentiert. Wer möchte, kann dann noch seine eMail-Adresse hinterlassen, damit ein Newsletter versendet werden kann.
Fazit: Dieser Platz ist für Familien mit Kindern wunderbar geeignet. Der Pflegezustand ist tipp topp, lediglich die ältlichen Sanitaires sind anzumerken, mich hat’s aber nicht gestört. Nachteilig sind der etwas weit entfernte Supermarkt und die etwas trostlose Umgebung an der Ostküste. Wer aber über einen Pkw verfügt wird dies jedoch nicht unbedingt als störend empfinden.
Kritik von Uli Porath, 12. 4. 2010
Der Campingplatz hat einiges zu bieten. Tennis, Minifgolf, Kinderspielplatz Pizzeria, Restaurant, Souvenirladen und einen Shop für die Lebensmittelversorgung. Man sollte doch beachten, dass in der Vorsaison (wir waren vom 18.05. - 20.05.09 da) leider noch nicht alles zu nutzen ist. Es gibt unmittelbar am Strand in der Nähe zwei Restaurants die geöffnet sind.
Die Stellplätze sind sehr großzügig und unter schönen hohen Bäumen, die Schatten spenden. Es gibt auch direkte Stellplätze am Strand, die aber eher sehr sonnig sind, da der Baumbewuchs noch sehr jung und klein ist.
Die Sanitäreinrichtungen sind ordentlich. In der Vorsaison ist nur ein Sanitärgebäude geöffnet. Wichtig für Wohnwagen und Wohnmobile ist die Entsorgungsstation. Die ist hier vorhanden.
Der Strand ist nicht sehr breit, aber lang und liegt direkt am CP. Das Personal ist sehr freundlich und an der Rezeption wird deutsch gesprochen. Zum Zentrum sind es entlang einer Teerstraße 3 km.
Wir waren sehr begeistert von dem Campingplatz und können ihn weiter empfehlen.
Preise in der Vorsaison: 2 Personen und Camper pro Tag 21,00 €, Strom pro Tag 3,70 €
Kritik von Simone Wittmann, 9. 6. 09
Lage des Camping Marina d'Aléria
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