Camping L'Ostriconi
Man fährt von Bastia die N193 Richtung Ponte Leccia, von dort die N1197 Richtung Ile Rousse. Bei der Abzweigung, die nach Ile Rousse führt, gerade weiter Richtung Küste fahren. Kurz bevor man den Blick auf das Meer hat ist rechts der Campingplatz L`Ostriconi. Man kann ihn eigentlich nicht verfehlen.
Angekommen, wird man sehr freundlich begrüßt, an der Rezeption wird auch Deutsch gesprochen. Man kann sich seinen Stellplatz selbst aussuchen. Auch ist der Campingplatz nicht künstlich in Plätze eingeteilt, sondern man steht unter Eukalyptus oder Olivenbäumen. Es gibt viele schattige Plätze, der Boden ist recht hart, das dürfte man aber von Korsika schon gewohnt sein. Wir hatten in der frühen Hochsaison genügend schöne Plätze zur Auswahl.
Es gibt einen Shop, dort bekommt man morgens frisches Baguette und Croissants. Man bekommt dort von Nudeln bis Sonnencreme und Wein eigentlich alles. Jedoch sind die Preise eher auf der gehobenen Seite. So bezahlt man dort für ein 0,5 Pietra 3,50€ und für eine Sonnencreme 14,-€. Es gibt auch ein Restaurant am Platz. Die machen Pizza wie beim Italiener, mit Mozzarella und aus dem Holzofen. Sonst haben wir nichts gegessen dort, da wir vorzugsweise selbst kochten. Ein kleiner Pool ist vor dem Restaurant zu finden, dort waren aber wenig bis keine Leute. Auch eine Creperie hat beim Pool geöffnet.
Ein Vorteil des Platzes ist die Nähe zu Ile Rousse. Man fährt ca. 8km die wirklich gut ausgebaute Küstenstraße entlang.
Die Sanitäranlagen am Platz sind zwar groß und verhältnismäßig neu, so hatten wir keine Wartezeiten. Jedoch hätten sie ein bisschen mehr Pflege vertragen können. Das war für mich eigentlich der einzige Minuspunkt am Platz.
Der Weg zum Strand ist eine Sensation! Man geht ca. 15 min, die jedoch keinesfalls als lang oder störend empfunden werden. Man geht vorerst durch Brombeer- und Feigenhecken. Danach kommt eine sehr große Kuh- und Stierherde. Der Weg führt weiter durch einen kleinen Wald aus Eukalyptus bis zum Fluss Ostriconi. Den muss man mittels einer kleinen Holzbrücke überqueren um ihn dann kurz vor dem Strand noch einmal zu überqueren. Dort gibt es jedoch keine Brücke mehr, sondern man muss durchwaten. Das Wasser dort ist ca. hüfthoch und ein Paradies für kleine Kinder. Am Strand angekommen kann man sich entscheiden: Entweder linke oder rechte Seite. Auf der linken Seite waren vermehrt Familien mit Kindern, die im Ostriconi spielten. Außerdem ist die Nähe zum Platz und dem neu gebauten Parkplatz oberhalb der Klippen von Vorteil. Auf dieser Seite steht auch ein Zelt, wo sich die Bademeister die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.
Wir hatten uns immer entschieden noch ca. 10 min den Strand entlang zu laufen. Dort findet man immer genügend Platz um sich ausbreiten zu können. Außerdem sind dort Felsen, die sich wunderbar zum schnorcheln eignen und wenn man ein bisschen weiter schwimmt, kommt man in wunderbare einsame Buchten. Oberhalb dieser Buchten führt ein kleiner Wanderpfad bis nach St. Florent.
Die Preise des Platzes sind schon etwas gehoben. So haben wir für zwei Personen, ein Zelt und ein Auto 26 Euro bezahlt. Die genauen Preise kann man der Internetseite entnehmen. Es besteht außerdem die Möglichkeit einen Kühlschrank für 5 Euro pro Tag zu mieten. Auch wurden in den letzten Jahren Mobile Homes gebaut, die zur Vermietung frei stehen.
Ich war schon früher als Kind mit meinen Eltern immer am L´Ostriconi, und heuer mit meiner Freundin wieder nach Korsika gefahren. Die erste Destination war der Camping L´Ostriconi. Die Abreise ist uns sehr schwer gefallen. Und einen vergleichbar schönen Campingplatz und Strand hatten wir im Urlaub leider nicht mehr.
Kritik von Lucas Schmidt, 10. 7. 2011
Lage des Camping Ostriconi
Camping L'Ostriconi auf einer größeren Karte anzeigen
|